Kaufsucht

Kaufsucht - befriedigt zwanghaftes Kaufen?

Den Satz, wir leben in einer Konsumgesellschaft, haben Sie sicher schon zigmal gehört oder gelesen. Im 20. Jahrhundert ist das Einkaufen auch nichts Besonderes und gehört zum Alltag dazu. Der regelmäßige Supermarkt Besuch lässt sich kaum vermeiden. Kleidung und Gegenstände für den Haushalt werden auch gebraucht und müssen besorgt werden. Onlineshops machen es uns, wenn wir wenig Zeit haben, leichter unseren Bedarf zu decken. Der Einkaufsbummel kann und ist sicher auch was Entspannendes. Einfach in den Geschäften schlendern, dazwischen Essen gehen, zur Pause einen Kaffee oder was Kaltes zur Erfrischung zu sich nehmen. Man darf sich auch mal was gönnen und sich mit dem ein oder anderen Teil als Belohnung verwöhnen.

Es gibt auch die Schattenseiten, die einem zuerst nicht bewusst werden. Das häufige Kaufen, wie z. B. der regelmäßige Alkoholkonsum, was von unserer Gesellschaft anerkannt oder gar zum Prestige gemacht wird, um respektiert zu werden. Auch Frust oder Lust kann mit dem Kaufen eines Gegenstandes, der nicht unbedingt gebraucht wird, damit befriedigt werden. Stimmungskäufe, die ähnlich sind, sich wie mit einer Zigarette oder Glas Wein, je nach dem wie die Situation ist, zusätzlich zu befriedigen oder belohnen.

In der Medizin hat die Kaufsucht eine eigene Bezeichnung und wird Oniomanie genannt. Doch wir wollen lieber beim verständlichen Deutsch bleiben. Den Betroffenen der Kaufsucht fällt es oftmals selber nicht auf. Wer würde eine Sucht, sich selber und anderen gegenüber, zugeben? Die Wenigsten, weil eine Sucht gerne verdrängt wird. Manche kommen zur Besinnung und die Phase der Kaufsucht wird beendet, was bei Alkohol-, Nikotin- oder Drogensucht sicherlich schwerer oder gar ohne professionelle Hilfe nicht möglich ist. Spätestens, wenn ernsthafte Probleme entstehen, gestehen wir es uns ein. Im Fall der Kaufsucht ist es der drohende Ruin, wenn die Bank oder Geldkarte nichts mehr hergibt und Inkassoschreiben ins Haus flattern. Eine Suchtkrankheit ist umso schlimmer, wenn sich nicht nur die Betroffenen selber schaden, auch Familienangehörige darunter leiden oder mit in den Ruin gezogen werden.


Anlaufstelle bei Suchtprobleme:
DRK Suchtberatung kostenlose Hotline 08000 365 000
Betroffene Kaufsucht
Sind Sie von der Kaufsucht betroffen?
 Ja, bin davon betroffen
 Nur gelegentliche Phasen
 Nein, bin nicht davon betroffen

Jeden kann es mit der Kaufsucht treffen

Wer denkt, dass er nie kaufsüchtig werden kann, irrt sich. Hatten Sie noch nie das Gefühl, ich muss jetzt was kaufen, obwohl es Paradox wäre etwas zu kaufen. Wenn wir ehrlich sind, hatten wir alle schon die Stimmung, wo der Drang stärker als die Vernunft wurde. Das bekannteste Beispiel ist der Supermarkt Einkauf, im Einkaufswagen landet viel mehr als benötigt wird.

Wie jede Stimmung zu irgendeiner Sucht führen kann, kann es auch das Glücksgefühl, etwas erworben zu haben, zur Kaufsucht führen. Niemand ist vor einer Sucht gefeit, sie betrifft alle Bevölkerungsschichten, ob Arm oder Reich, Männer oder Frauen, Einkommens- und Bildungsschichten machen hier kein Unterschied. Am Ende sind Sie alle Pleite.

Früher war das Problem der Kaufsucht nicht so ausgeprägt wie heute. Es gab nur Festgeld in der Geldbörse und wurde das verbraucht war Ende. Zumindest bei den meisten, da es früher noch keine Geldkarten gab und Dispokredite waren nicht so üppig wie heute. Um sich Geld zu beschaffen, musste man zum Bankschalter. War das Konto im Minus, überlegten es sich einige, sich auf eine Diskussion mit dem Bankangestellten für ein paar weitere D Mark einzulassen. Heute sind die Dienstleistungen der Banken und Geschäfte so extrem ausgelegt, dass gekauft werden kann, bis die Grenze erreicht ist. Es wird mehr Geld ausgegeben als verdient wird, Kredite und Disporahmen nicht mehr überschaubar sind, was zur Folge hat, dass es keinen Cent mehr gibt. Damit ist aber noch nicht Schluss, die Banken verlangen Zinsen und diese Zinsen treiben Sie weiter in die Schuldenspirale.


Kaufsucht durch psychische Probleme

Psychische Erkrankungen, wie z. B. Depressionen, sind nicht selten Ursachen für Kaufsucht, da die Betroffenen schlecht die Kontrolle über sich selber haben. In der Neurologie gibt es die Zwangsstörungen, worunter z. B. Putz-, Ess- oder Waschstörungen fallen. Ich muss was kaufen, ich muss Putzen, ich muss mir die Hände waschen, ich muss Essen usw.. Niemand sollte dies lächerlich machen, wenn jemand durch ein besonderes Verhalten auffällt, da hier psychische Erkrankungen vorliegen können. Suchen Sie hier lieber vorsichtig das Gespräch. Eventuell weiß die betreffende Person noch nichts von seiner Erkrankung und benötigt professionelle Hilfe. Nur nicht mit der Tür ins Haus fallen und die Person gleich mit seinem Problem konfrontieren, damit haben Sie schon verloren und das Gegenteil damit erreicht, dass der Betroffene sich gedemütigt fühlt und erst recht weitermacht.

Jugend und Kaufsucht

Festgestellt wurde, dass jüngere Menschen häufiger mit der Kaufsucht konfrontiert sind. Ist ja auch logisch, ältere Menschen haben sich im Lauf der Jahre vieles angeschafft, während schon die Kinder dem immensem Konsumdruck durch die Werbewirtschaft ausgesetzt sind. Was der andere hat will der eine auch haben. Wer kein Smartphone hat, hat schlechte Karten anerkannt zu werden. So und mit anderen Konsumgütern herrscht unter den jungen Leuten ein Konkurrenzdruck um mithalten zu können. Die Folge sind frühe Schulden. Wer in den jungen Jahren schon negativ in der Schufa steht, macht es sich für wirklich nützliche Anschaffungen, wie z. B. den Führerschein oder das erste Auto, schwerer. Manche Fälle führen auch in die Kriminalität, um sich das nötige Kleingeld für "seinen Luxus" zu verschaffen.

Kaufsucht erkennen

Kaufsucht erkennen

Wie erwähnt gestehen sich die Meisten eine Sucht nicht ein. Die Kaufsucht lässt sich leicht verstecken, da diese anfangs kaum auffällt. Aber es geht um Sie selber! Es muss ja nicht so weit kommen, dass es zu spät ist und Sie schon in der Schuldenspirale stecken und kein Geld mehr zur Verfügung haben. Oder das andere Sie erst auf Ihren Kaufzwang aufmerksam machen müssen, was Ihnen zuerst unangenehm bzw. peinlich ist.

Die Kaufsucht können Sie daran erkennen, wenn Sie regelmäßig unnötige Sachen kaufen, die kaum benötigt werden. Wenn daheim das Erworbene dann auch kaum interessiert und teils noch verpackt in irgendwelche Schränke verschwindet. In einigen Haushalten sind die Schränke so propenvoll, dass man schon Angst beim Aufmachen, um nicht erschlagen zu werden, bekommen kann. Oder das Erworbene wird verschenkt, um es wieder los zu haben. Zu den meistgekauften Zwangskäufe gehören Kleidungsstücke, die kaum oder gar nicht getragen werden, was mehr die Damen betrifft. Bei den Männern gehören zu den Klassiker der Kaufsucht kleine Elektroartikel, mit denen Sie eigentlich nichts anfangen oder kaum gebrauchen können.

Beobachten lässt sich Kaufsucht auch, wenn Sie regelmäßig Nahrungsmittel entsorgen müssen, weil das Haltbarkeitsdatum schon abgelaufen ist oder das Produkt durch Aussehen und Duft schon ungenießbar ist. Deutschland ist Weltmeister beim Nahrungsmittel entsorgen. Nahrungsmittel kosten nicht viel, was solls, gekauft ist gekauft. Besser wäre es, Bedürftigen, die kaum was zu essen haben, davon abzugeben, um nicht zu sehr vom Thema Kaufsucht abzukommen.


Beispiele, die Sie sich in Ruhe selber beantworten können, ob Sie sich darin wiederfinden:
  • Emotionaler Stress oder Frust verführt oder animiert Sie zum Kaufen.
  • Sie haben ständig das Bestreben nach neuen Besitz, was Sie glücklich macht.
  • Sie lieben teure Gegenstände und sind verschwenderisch, um immer einen Tick besser als die anderen zu sein.
  • Sie sind ständig auf Schnäppchensuche um was zu erhaschen.
  • Sie sind die Nervensäge eines jeden Verkäufers und geben alles wieder zurück um weiter einkaufen zu können.
  • Sie sammeln gern, was natürlich nichts mit Kaufsucht zu tun hat.

Je früher Sie Ihre Kaufsucht erkennen, desto besser sind die Chancen vom Kaufzwang wieder abzukommen!

Kaufsucht Selbsthilfe

Kaufsucht erkannt, Selbsthilfe?

Nun haben Sie schon viel, auch wenn wir nicht alles auflisten können, über Kaufsucht erfahren. Wenn Sie das alles Kalt lässt und Sie sich im Griff haben ist alles Ok. Wenn nicht, ist es schon mal eine große Erkenntnis sich selber etwas eingestanden zu haben und sich Gedanken darüber zu machen. Natürlich müssen Sie nun nicht in Eile und Hektik, schreiend nach einem Therapeuten suchen. Versuchen Sie zuerst die Ursachen Ihrer Kaufsucht zu analysieren. Wenn Ihr Kaufzwang keine psychischen Ursachen hat, oder die Sucht zu sehr fortgeschritten ist haben Sie auch gute Chancen selber für Abhilfe zu sorgen. Es sei den Sie fühlen sich unsicher, dann besprechen Sie zuerst Ihr Problem mit einer Person Ihres Vertrauens, was nicht die Freundin, die ihren Zweitwohnsitz in den Geschäften hat, sein sollte.

Erste Maßnahmen und Schritte gegen die Kaufsucht

Jetzt gilt es zu handeln, mit ein paar einfach Maßnahmen und einer Person Ihres Vertrauens, bekommen Sie Ihre Kaufsucht eventuell auch ohne professionelle Hilfe hin:

  • Geld- und Kreditkarte weg. Am besten geben Sie diese Karten einer Person Ihres Vertrauens. Greifbar in Ihrer Nähe sollten diese Karten nicht sein. Die Person Ihres Vertrauens sollte Sie, oder mit Ihnen am Bankautomat, mit dem nötigen Bargeld, ohne ganz auf den Einkauf verzichten zu müssen, für den Alltag versorgen. Somit ist die Gefahr, viel Geld auszugeben schon sehr reduziert.
  • Vermeiden Sie im Internet Online-Shops, worunter auch Shop-Profi24 gehört. Den Mindestbedarf des Tage besorgen Sie in den Geschäften mit dem Geld was Ihnen überlassen wurde.
  • Von Sonder- und Schlussverkäufen halten Sie sich am besten fern. Hier genehmigen sich Kaufsüchtige am leichtesten eine Rechtfertigung um shoppen zu gehen.
  • Bevor Sie etwas besorgen wollen, lassen Sie sich mindestens 30 Minuten Zeit, um zu überlegen, ob das was Sie kaufen wollen wirklich notwendig ist.
  • Ihre Lieblingsgeschäfte meiden Sie am besten ganz oder besuchen diese nur mit der Person Ihres Vertrauens.
  • Versuchen Sie eine Liste zu erstellen, was Sie die letzten Wochen, mit welchen Zahlungsmethoden, ob Online oder im Geschäft, gekauft haben und führen Sie diese Liste mit Ihren jetzigen Käufen fort.
  • Immer wenn Sie Geld ausgeben wollen, gehen Sie diese Liste durch. Diese Methode hemmt die Lust was zu kaufen. Sie werden dabei auch sehen, wie motivierend es ist, wenn Sie die Beträge von früher mit den jetzigen Einkäufen vergleichen. Sie haben viel Geld gespart und Sie erkennen die langfristigen Folgen, wenn Sie mit Ihrem Kaufzwang weiter gemacht hätten.
  • Wenn Sie Besorgungen machen, machen Sie ihre Einkaufsliste und arbeiten diese in kürzester Zeit konsequent ab. So vermeiden Sie zu viel Zeit in den Geschäften zu verbringen, was Sie verleiten könnte noch etwas Unnötiges zu kaufen.
  • Versuchen Sie nie alleine Einkaufen zu gehen. Mit Begleitung fällt es Ihnen leichter wenig Geld auszugeben.
  • Kunden-, Treue- und Bonuskarten, außer die Punktekarte vom Supermarkt, sollten sich nicht in Ihrem Portemonnaie befinden.

Gehen Sie nach einer gewissen Zeit diese Punkte mit der Person Ihres Vertrauens durch. Alleine, wenn Sie dies machen wollen, ist die Gefahr hoch, alles abzublasen und wie gewohnt weiterzumachen. Der Jo-Jo Effekt, Rückfall in die Sucht ist eingetroffen. Deshalb ist es auch wichtig, eine Person des Vertrauens mit einzubeziehen.

Kaufsucht Therapie

Kaufsucht Therapie

Psychotherapie zur Heilung der Kaufsucht

Wenn der Kaufzwang schon so weit fortgeschritten ist, dass Betroffene nicht mehr davon loskommen, ist eine Psychtherapie die beste Lösung zur Heilung der Sucht. Hier wird den Kaufsüchtigen geholfen, ihre negativen Gefühle und Gedanken selbst zu erkennen, was sie zum Zwang etwas zu kaufen führt. Die Selbsterkenntnis ist der erste und beste Schritt zur Besserung. Betroffene lernen hier mit Stress, Konflikten, Selbstwertgefühl und anderen Problemen, die zur Kaufsucht führen umzugehen bzw. sich damit auseinanderzusetzen. Für Rückfälle lernen die Teilnehmer die Techniken der Prävention, um Schlimmeres, tiefer in Ihre Sucht zu verfallen, zu vermeiden.

Scheitern ist kein Weltuntergang, solange der Wille, sein Ziel zu erreichen, vorhanden bleibt!

Selbsthilfegruppen zur Heilung der Kaufsucht

Selbsthilfegruppen sind sehr empfehlenswert, da sich Betroffene gegenseitig halt geben und sich niemand alleine mit seinem Problem konfrontiert sieht. Durch die gegenseitige Unterstützung ist die Quote für Rückfälle sehr gering, weil die Betroffenen immer wieder durch ihre Treffen neue Kraft schöpfen, weiterzumachen und nicht aufzugeben.

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Fazit Kaufsucht

Lassen Sie es nicht so weit kommen und checken Sie sich selber bei Ihren Einkäufen und Shoppingtouren. Wie verhalten Sie sich in den Geschäften, wie gehen Sie mit Onlineshops um. Ist alles im Grünem Bereich, wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim Shoppen auf Shop-Profi24. Wenn nicht, sind wir froh Sie als Besucher gehabt zu haben und zur Aufklärung beigetragen haben, raten Ihnen aber davon ab, hier weiter zu stöbern.
 
Lob und Kritik:
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Danke f├╝r die Empfehlung der Camel Trinkblase. Hatte schon 3 Trinkblasen und immer war was nicht in Ordnung. Das ich hier durch Zufall endlich eine ...

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